Das Referat des Lagezentrum (RLZ) wurde mit dem Ziel errichtet, die Bundesregierung bei der Planung und der ressortübergreifenden Bewältigung des Krisenmanagements und groß angelegter Ereignisse zu unterstützen.
Es steht – rund um die Uhr – den belgischen Behörden zur Verfügung. Durch die Sammlung und Bewertung von Informationen trägt es zudem zur Handhabung der zivilen und polizeilichen Sicherheit bei.
Das RLZ koordiniert auf ganzstaatlicher Ebene den Krisenmanagement, darüber hinaus unterstützt es die zuständigen Kräfte auf regionaler wie auch lokaler Ebene.
Bei internationalen Krisensituationen und Zwischenfällen bildet das RLZ die amtliche Kontaktstelle der Regierung in Belgien für die anderen betroffenen Länder.
Das Koordinierungs- und Lagezentrum der Regierung (KLZ) wurde 1986 ins Leben gerufen. Der königliche Erlass über seine Errichtung (KE v. 18.04.1998) definiert eine Krisensituation als ein Ereignis, das von seiner Natur und seinen Folgenwirkungen her:
Es kann sich um Situationen handeln, wo die soziale Ordnung, die demokratischen Einrichtungen, die öffentliche Ruhe und Sicherheit durch öffentliche Unruhen (Risikodemonstrationen, terroristische Drohungen, Lebensmittelengpässen), jedoch auch durch Natur- und sonstige Katastrophen oder groß angelegte, durch Natur oder Industrie verursachte Schäden in Gefahr geraten können.
Unterstützt das Lagezentrum bei nahenden nationalen Folgeerscheinungen einer internationalen Krise im Bereich der Zivilverteidigung. Sie wirkt ebenfalls bei der Erstellung eines Inventarverzeichnisses der Kritischen, Lebensnotwendigen und Sensiblen Stellen auf belgischem Grundgebiet.
Das Höhere Institut für Notfallplanung (HINP) übernimmt eine wichtige Rolle bei der Aktualisierung der Notfallplanung. Das Institut fördert die Bildung und die Informationsverbreitung über Notfallplanung und Krisenmanagement.
website Hoger Instituut voor de Noodplanning
Ein wichtiger Bestandteil des gesamten Arsenals alternativer Kommunikationssysteme, die bei Krisensituationen den Bundesbehörden zur Verfügung gestellt werden können, bildet das regierungseigene Telekommunikationsnetzwerk (REGETEL), das über autonome Zentralen, netzeigene technische Dienste und – in Brüssel – über ein ebenfalls autonomes Netz verfügt. Dem Benutzer bietet dieses Netz ein unabhängiges und alternatives Kommunikationsmittel. Hauptsächliche Anwendungen sind Telefonanrufe und Faxübermittlungen, doch sind auch Datenübertragungen möglich.
In den 80er Jahren anlässlich Aufsehen erregender Ereignisse (Heyzeldrama 1985, Tschernobyl 1986, Strandung des Herald of Free Enterprise ebenfalls 1986) musste die Regierung feststellen, dass sie auf Nationalebene weder über einen ständig einsatzbereiten Zivilschutzdienst noch über eine permanente Infrastruktur für den Krisenmanagement verfügte.
Das Koordinierungs- und Lagezentrum der Regierung (KLZ) wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, von den verschiedenen ministeriellen Ressorts und von unteren Bundesbehörden, die mit der Aufgabe der Bewältigung einer Krisensituation auf nationaler Ebene konfrontiert sind, in Anspruch genommen zu werden.